Unser Wald in Alzenau und Kahl

Ob gestern im Alzenauer Wald oder heute im Kahler Wald. Die Folgen der Klimakrise durch Trockenheit, zunehmende Extremwetterereignisse und absinkende Grundwasserspiegel sind kaum woanders eindrücklicher sichtbar als im Wald.
Und doch könnten die Reaktionen der Politik nicht unterschiedlicher sein. Während in Alzenau Plant For The Planet und Vanessa Weber zusammen mit vielen Unterstützer*innen von Bürgermeister Stephan Noll, über den Sparkassen-Vorstand, die Gärtnerei Löwer bis hin zu uns Grünen (Tim Höfler, Claudia Neumann und Sabina Prittwitz) Tausende Bäume pflanzt, um den stark gestörten Wald mit Roteichen und Hainbuchen aufzuforsten, beschließt der Gemeinderat in Kahl hingegen gegen die Stimmen der Grünen, eine große Waldfläche zu roden, um ein weiteres Gewerbegebiet auszuweisen, obwohl vorhandene Gewerbeflächen ungenutzt sind.
Wir haben gestern in Alzenau mit dieser tollen Pflanzaktion im Kleinen angefangen und unserem Wald den Rücken gestärkt. Heute haben wir im Nachbarort Kahl den Wald angeschaut, der bald einem Gewerbegebiet weichen soll. Beide Orte kämpfen mit der Trockenheit, mit der Robinie, mit der spätblühenden Traubenkirsche. Die Herausforderungen sind so groß wie die Unsicherheit derer, die entscheiden müssen, was wir jetzt machen: aufforsten und invasive Arten bekämpfen oder doch lieber einfach platt machen und betonieren nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“.
Gerade jetzt inmitten der Klimakrise, gerade hier im trockenen Unterfranken braucht der Wald aber doch jetzt ein klares gesellschaftliches Bündnis, das sich für den Schutz unserer Wälder, für Aufforstung statt Rodung, für Artenvielfalt statt Beton einsetzt.
Es braucht eine Landes- und eine Bundesregierung, die die Forstleute vor Ort, die Bürgermeister*innen und kommunalen Mandatsträger*innen nicht länger mit ihren Sorgen alleine lässt, sondern klare Nutz- und Schutzstrategien vorgibt: Wie wir den Wald nach Extremwettereignissen wieder auf die Füße bekommen, welchen Wald wir schützen, welchen wir wofür nutzen und wie wir mit konsequentem Klimaschutz dem Wald wieder die Perspektive geben, auch künftig unser Garant für gutes Trinkwasser und frische Luft zu bleiben 🌳

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