World wide wood

Mittwoch, 7. April, 19:30 Uhr

Wälder sind als Kohlestoffsenken und Lebensraum vieler Arten essenziell für den Klimaschutz und Biodiversität; ferner sind sie Heimat und Lebensgrundlage indigener Völker.   

Trotzdem schreitet die globale Waldzerstörung voran. Knapp ein Viertel der menschengemachten Emissionen resultieren aus großflächiger Entwaldung für die landwirtschaftliche Produktion. Ein Großteil dieser Produkte landet auf unserem Teller, in unserem Tank oder Ofen: Soja, Rindfleisch und Zuckerrohr aus Südamerika, Palmöl aus Asien, Kakao, Holzkohle und Tropenholz aus Afrika, Holz für Möbel oder Heizpellets aus Osteuropa. Der Holzbedarf bei uns dürfte in den nächsten Jahren sogar noch steigen, da Holzbau beispielsweise eine klimafreundlichere Alternative zu Zement darstellt, dessen Herstellung stark mit Emissionen verbunden ist.   

Nachhaltigkeitssiegel, zum Beispiel für „entwaldungsfreies“ Palmöl oder zertifiziertes Tropenholz, sind häufig keine Garantie für effektiven Waldschutz. Europäische oder internationale Regulationen (EUTR, Nachhaltigkeitsklauseln in Handelsabkommen etc.) sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber oft zu schwach oder nicht einklagbar.   

Wie können ein besserer Waldschutz und eine nachhaltige Nutzung von Wäldern gelingen? Welche Gesetze und Regularien braucht es auf politischer Ebene, was können wir als Konsument*innen tun? 

Darüber spreche ich mit:

Viola von Cramon, von 2009-2013 für die Grünen im Bundestag und dort im Ausschuss für die Angelegenheit der Europäischen Union und seit 2019 Mitglied im Europäischen Parlament in den Ausschüssen für auswärtige Angelegenheit und im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie

und mit

Uwe Kekeritz, Mitglied des Bundestags seit 2009 und stellv. Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Ich freue mich sehr auf eine spannende Diskussion.

Ort: online auf YouTube

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